Vorbereitung des Formmaterials
Der Zweck der Formstoffaufbereitung besteht darin, die verschiedenen Rohstoffe, aus denen der Formstoff besteht, zu einem homogenen Ganzen zu vermischen und sicherzustellen, dass der Zustand des Formstoffs den Anforderungen für das Pressen von Feingussformen entspricht.
Bei der Zubereitung geht es hauptsächlich darum, die verschiedenen Rohstoffe durch Erhitzen zu schmelzen und miteinander zu vermischen. Anschließend wird das Formmaterial unter Abkühlbedingungen kräftig gerührt, um einen pastösen Zustand zum Pressen von Feingussformen zu bilden. Manchmal wird das Formmaterial zu einer Flüssigkeit geschmolzen und direkt in die Einbettmasse gegossen.
Recycling von Formmaterial
Bei der Verwendung harzbasierter Formstoffe werden aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen an die Einbettmasse zumeist Neuware zur Formstoffaufbereitung für Pressgussteile verwendet. Das nach der Entformung recycelte Formmaterial wird erneut geschmolzen, gefiltert und zur Herstellung von Feingussformen für das Anguss- und Steigrohrsystem verwendet.
Bei der Verwendung von Abformmaterialien auf Wachs--Basis kann das nach der Entformung erhaltene Abformmaterial recycelt und für die Herstellung neuer Einbettformen wiederverwendet werden. Beim Recycling verschlechtern sich jedoch die Eigenschaften des Formstoffs, wodurch Sprödigkeit, Aschegehalt, Fließfähigkeit und Schrumpfung zunehmen und die Farbe von weiß nach braun wechselt. Diese Veränderungen hängen hauptsächlich mit der Verschlechterung der Stearinsäure im Formmaterial zusammen. Um die ursprünglichen Eigenschaften des alten Formmaterials möglichst wiederherzustellen, müssen daher Seifensalze aus dem alten Formmaterial entfernt werden. Zu den häufig verwendeten Methoden gehören die Behandlung mit Salzsäure (Schwefelsäure), die Behandlung mit aktiviertem Ton und die elektrolytische Rückgewinnung.

